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"Dialekt und Musik"

Fränki, Fränki, lass uns ma noch Würzbuich geh´n

Um die Uni dord zu seh´n, ha, ha, ha, ha, ha, hey!

Am 7. März 2012 fanden sich rund 200 Achtklässler aus vier unterfränkischen Gymnasien (Hermann-Staudinger-Gymnasium Erlenbach, Johannes-Butzbach-Gymnasium Miltenberg, Jack-Steinberger-Gymnasium Bad Kissingen und Steigerwald Landschulheim Gymnasium Wiesentheid) zum achten UDI-Schülertag im Philosophiegebäude am Hubland ein. Eingeladen waren in diesem Jahr nur jene Klassen, die im Schuljahr 2011/12 im Rahmen des von der Robert Bosch Stiftung (Stuttgart) geförderten Schulprojekts ‚Fränki - Schüler in Unterfranken erforschen ihren Dialekt' mitarbeiten.

Nach der Eröffnung und Begrüßung der Teilnehmer durch Prof. Norbert Richard Wolf berichtete Dr. Almut König in ihrem Vortrag "Des sagt die Mutter, ich nix mehr" über den Dialektgebrauch der jungen Erwachsenen in Unterfranken. Da das Motto des Schülertages 2012 "Dialekt und Musik" war, klärte der Popularmusikbeauftragte des Bezirks Unterfranken, Peter Näder, mit seinem Vortrag "Übers Bacherl geht a Brückerl" über den guten wie auch schlechten Gebrauch von Dialekt in verschiedenen Musikrichtungen auf.

Für Spannung und Aufregung sorgte der anschließende Liedwettbewerb, in dem die Klassen ihre selbstgedichteten Lieder live präsentierten. Dabei lieferten sich mit "Main-Gelaber" die Miltenberger "Landeier" mit den "Stadtaffen" einen Rap-Battle mit Beatbox-Einlage, wofür sie nicht nur den Text, sondern auch die zugehörige Melodie selbst geschrieben hatten. Die Erlenbacher Klasse 8b sang ein Loblied auf die "Flaschworscht" und die Klasse 8a die Dialekt-Hymne "Ufferstanne aus Verachtung". Bad Kissingens Klasse 8b trug "Das etwas andere Holzmichl-Lied" vor, das sich auf witzige Art und Weise mit den Tücken des Internets auseinandersetzte, die Kissinger aus der Klasse 8c forderten "Hey, mie wömm jetz Ferien ham", während die Schulkameraden von der Klasse 8d das "Fränki-Land" besangen. Auch die Schüler aus Wiesentheid fanden es "So schöö", dass sie beim Schülertag dabei waren. Mit Ausnahme der Miltenberger bedienten sich alle Klassen bekannter Melodien aus Schlager ("Moskau"), aktuellem Pop ("Still"), volkstümlicher Musik ("Holzmichel"), Partymusik ("Hey, wir wolln die Eisbärn sehn") und der ehemaligen DDR-Nationalhymne ("Auferstanden aus Ruinen"). Ein Novum war in diesem Jahr, dass die Schüler auf Playback-Einspielungen verzichten mussten und sich nur selbst mit verschiedenen Instrumenten begleiten oder a cappella singen durften.

In der Mittagspause zog sich die Jury, bestehend aus Prof. Wolf, Peter Näder, Prof. Friedhelm Brusniak (Lehrstuhl für Musikpädagogik), dem ehemaligen UDI-Hiwi und heutigen Musiker und Tonstudiobetreiber Johannes Dorsch und dem Mainpost-Redakteur und Songwriter Markus Rill, zur Beratung zurück. Neben Dialekt und Textsicherheit spielte auch die gesangliche Umsetzung sowie die "Singfreude" bei der Bewertung eine Rolle.

Die Schüler durften in dieser Zeit, aufgeteilt in zwei Gruppen, einmal die Atmosphäre und das Essen der Mensa genießen sowie einen Lernzirkel zum Thema ‚Methoden der Dialektforschung' absolvieren.

Das Programm am Nachmittag begann mit der Präsentation der eigenen Forschungsergebnisse zum Thema "Dialekt und Musik", die die Klassen im Vorfeld des Schülertages im Unterricht erarbeitet hatten. Die Moderation hierbei übernahm gekonnt und locker, wie auch schon beim Liedwettbewerb, der studentische Fränki-Hiwi Anton Klemm.

Zum Abschluss des Schülertages zog zunächst BayDat-Hiwi Christoph Vorndran als Glücksfee fünf Sieger des Lernzirkels. Als Preise gab es hier entweder DVDs des "Dadord Würzburch" von radio rimpar television oder CDs von ‚Instant Voodoo Kit', der Band des Jury-Mitglieds Johannes Dorsch, zu gewinnen. Dass beim Liedvortrag sogar ein Cello eingesetzt wurde, veranlasste die Jury den Sonderpreis, ‚Einen Tag als Chefredakteur bei der Main-Post', an die Instrumentalisten der Klasse 8d aus Wiesentheid zu vergeben für den geglückten Versuch, ein klassisches Instrument mit einzubinden.

Nach der Vergabe des Sonderpreises kam dann das große Finale, die Bekanntgabe der Sieger des Dialektliedwettbewerbs: Den ersten Platz und damit 200 € für die Klassenkasse sowie zwei Kartons Bionade sicherte sich die Klasse 8a des Johannes-Butzbach-Gymnasiums Miltenberg für ihre Eigenkomposition "Main-Gelaber", der zweite Platz und 125 € ging an die Klasse 8b des Jack-Steinberger-Gymnasiums Bad Kissingen mit "Das etwas andere Holzmichl-Lied", und auch der dritte Platz mit 75 € ging in die Kurstadt an die Klasse 8c für "Hey, mie wömm jetz Freien ham". Die übrigen Klassen freuten sich über einen Klassensatz Bücher aus dem Programm des Echter-Verlags oder über eine Führung durch das Studio Mainfranken des BR und einen Besuch bei Radio Charivari.

Für die Bereitstellung der Preise möchten wir uns herzlich bei unseren Sponsoren bedanken. Ein besonderer Dank geht an das Fernsehteam des BR um Volker Hensel, das fast den ganzen Tag anwesend war und für zusätzliche Aufregung unter den Schülern sorgte. Bereits um die Mittagszeit sendete der BR im Hörfunk den Mitschnitt von Irina Hanft, die schon morgens von der Generalprobe der Schüler berichtete.