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BayDat-Wortlisten

Um Ihnen bereits vor der Bereitstellung der kompletten BayDat-Datenbankanwendung ausgewählte Materialien des Bayerischen Sprachatlas zur Verfügung zu stellen, bieten wir Ihnen nachstehend erste BayDat-Auszüge an.

Es handelt sich dabei um Wortlisten im PDF-Format, die Ihnen das komplette lautschriftliche Belegmaterial zu ausgewählten Fragestellungen liefern.

Die BayDat-Beleglisten sind nach Sprachatlasprojekten und befragten Orten (die Ortsliste finden Sie hier) gegliedert. Die Sprachatlasprojekte stimmen weitgehend mit den bayerischen Regierungsbezirken überein. Im Sprachatlas von Nordostbayern [SNOB] sind die Regierungsbezirke Oberfranken und Oberpfalz zusammengefasst und im Sprachatlas von Bayerisch Schwaben [SBS] sind die Grenzen begradigt.

Gegenwärtig sind die Projektdaten aus Unterfranken, Oberbayern und Niederbayern verfügbar, Mittelfranken und Bayerisch-Schwaben werden demnächst abrufbar sein.

Jeder Belegliste ist ein Deckblatt vorangestellt; dieses enthält das abgefragte Belegwort in der standardsprachlichen bzw. standardnahen Form, z.B. Belegliste 1, "Ziege"; d.h., Sie finden in dieser Liste sämtliche Antworten der Gewährspersonen auf die Frage "Wie sagen Sie in Ihrem Heimatdialekt zur Ziege?".

Beginnend mit Unterfranken folgen die Daten von Oberbayern und schließlich Niederbayern. Die Zählung beginnt für jeden Regierungsbezirk neu. Jeder Belegort ist mit einer Nummer versehen, die Ortslisten der einzelnen Sprachatlasprojekte finden Sie hier. Vor jedem Beleg steht eine Zahlen-Buchstaben-Kombination, die sich folgendermaßen entschlüsselt:

Beispiel: SNIB166kroe

Die erste Buchstabenfolge referiert auf das jeweilige Sprachatlasprojekt innerhalb des Bayerischen Sprachatlas, im vorliegenden Beispiel SNIB für Sprachatlas von Niederbayern. Die nachstehende Zahl ist die Nummer der Ortschaft, in der die Befragung durchgeführt wurde und die von Anfang an ihre Kennzahl im jeweiligen Projekt ist. Schließlich folgt das Ortskürzel für die befragte Ortschaft, in unserem Beispiel steht kroe (Umlaute werden aufgelöst) für den Ort Kröning. Mit dieser Kennung erscheinen sie auch auf der Grundkarte der jeweiligen Sprachatlasprojekte. Die ausgeschriebenen Ortsnamen, sowie alle weiteren in den Beleglisten verwendeten Abkürzungen (grammatische Abkürzungen, projektspezifische Abkürzungen) können den Abkürzungslisten entnommen werden.

Dem Ortskürzel folgen der Beleg in Teuthonista-Lautschrift, einem speziell für die Dialektologie des Deutschen entwickelten Transkriptionssystems und - soweit vorhanden - Kommentare der Gewährpersonen bzw. der Exploratoren zu dem jeweiligen Beleg. Dies kann z.B. der Lemmaansatz, eine grammatikalische Angabe, ein Kommentar einer Gewährsperson (in Redezeichen, z.B. "Das haben meine Eltern oft gesagt"), eine Angabe zur Bedeutung (in einfachen Strichen, z.B. 'Kammer bedeutet Schlafzimmer') o.Ä. Sind pro Ort mehrere Belege aufnotiert worden, so werden sie immer einzeln und jedes Mal erneut mit der oben beschriebenen Kennung aufgelistet. Erläuterungen und Erklärungen zur Teuthonista-Lautschrift finden Sie hier. Wir weisen darauf hin, dass nicht alle Teuthonista-Zeichen eins zu eins im Druck wiedergegeben werden können. ZB erscheint bei spirantisiertem d oder b statt einer Tilde ein Strich durch den Schaft, beim eingeklammerten Zentralisierungsstrich ein Punkt statt einer Klammer am Aufstrich. Bei übereinandergestellten langen Vokalen, erscheint der die Länge markierende Strich über der Buchstabenkombination in zweifacher Ausführung, markiert jedoch keine Überlänge.

Die Beleglisten wurden von den BayDat-Mitarbeitern inhaltlich nicht überarbeitet. Auch Lemmatisierungen, grammatikalische Angaben usw. wurden von uns nicht überprüft. Wer die Listen für eine wissenschaftliche Arbeit verwendet, sollte solche Angaben kritisch prüfen und gegebenenfalls Fragen an BayDat oder das jeweilige Sprachatlasprojekt richten. Für interessierte Laien kann die einführende Literatur zur Dialektgeographie (hier klicken) sicherlich eine Hilfestellung geben.

Wir weisen darauf hin, dass die Originalfragebücher oft mehr Informationen enthalten als die Beleglisten (zB Zeichnungen, Spontanbelege). Deshalb empfehlen wir jedem, der eine größere wissenschaftliche Arbeit schreibt, in die Originalfragebücher Einsicht zu nehmen.

Falls Ihnen Tippfehler, Kodierfehler oder sonstige Fehler auffallen, falls Sie Wünsche oder Tipps haben, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail.

Beleglisten
1) Die Ziege
2) Der Ziegenbock
3) Brünstig sein bei der Ziege
4) Stoßen, Raufen von Ziegen
5) Das Mutterschaf
7) Das Scheren von Schafen
8) Die Sau
9) Wenn man im Stall nicht regelmäßig ausmistet, tut es stinken
11) Der Kamm des Hahns
12) Der Flügel
13) Der Dotter
14) dengeln
15) Der Dengelhammer
16) dreschen
17) eggen
18) Der Rechenstiel
20) Der Schatten
21) wetzen
23) Der Wagen
24) Der Karren
25) Die Achse
26) Der Leiterbaum
27) Die Mistgabel
29) Lehm
30) Der Steg
31) Die Weide
32) Riffel
33) Die Birke
35) Die Feile
37) Das Fass
38) eichen (lassen)
39) leck werden
40) Der Most
41) Der Trichter
42) Saft
43) Das Gewölbe
44) Die Kammer
45) Die Raufe
46) Die Streue
47) Der Stall
48) Die Tenne
49) Abteilung links und rechts der Tenne
50) First
51) (sich) schneuzen
52) Der Zopf
53) Der Bart
54) Das Gebiss
55) Der Nacken
56) er hat's im Kreuz
57) Der Nachbar
58) Hochzeit
59) Mann
60) Das Weib
61) Die Weiber
62) (auf die) Leiche (gehen)
63) Die Magd
64) Der Schmied
65) Schmitte
66) Die (Kirchen-)Orgel
67) andere Konfession (evangelisch)
68) Der alte Pfarrer (ist gestorben)
69) Der Pater
70) Der (Mai-)Käfer
71) Das Wiesel
72) Die Eidechse
73) Das Reh
74) Der Blitz
75) Luft
76) Wasserpfütze
77) Gewölk
78) (es ist) neblig
79) Der Reif
80) Der Tau
81) Krankheit
82) Die Schneeverwehung
85) Schaufel (Womit bahnt man im Schnee den Weg?)
86) (es ist) glatt
87) rutschen
88) hinfallen
89) Freitag
90) Sonntag
91) heute
92) gestern Abend
93) früh
94) finster
95) Ostern
96) Weihnachten
97) Das Christkind
98) Pfingsten
99) Feiertag
100) Werktag
101) Das Garn
Weiterführendes
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